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Historie
 
Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde auch der Wintertourismus in Garmisch und Partenkirchen immer wichtiger. Schon für die Wintersportfeste ab 1902 des Akademischen Skiklubs München errichtete man Schneeschanzen am Gudiberg und am Kochelberg.

Das erste internationale Neujahrsskipringen fand 1922 am Gudiberg statt. Da Deutschland nach dem 1. Weltkrieg an olympischen Spielen nicht teilnehmen durfte, veranstaltete es seine eigenen „Olympiaden“, wie die „ersten Deutschen Winterkampfspiele 1922 „in Garmisch und Partenkirchen auch bezeichnet werden. Am Weihnachtsspringen 1922 wurde "in Erinnerung an diese die Gudibergschanze in "Olympiaschanze am Gudiberg" umgetauft.“

„IV. Olympische Winterspiele einstimmig Garmisch-Partenkirchen soeben zugesprochen", teilte am 7. Juni 1933 Baron le Fort in einem Telegramm mit. Daraufhin wurden die neuen Anlagen gebaut.

„Vor den Toren Partenkirchens entstand ... in kurzer Zeit das Olympia-Skistadion. Unscheinbar und harmlos wirkte die alte Gudibergschanze, die später dann zur Kleinen Olympia-Schanze umgebaut wurde, gegen das Riesengebilde, das mehr als doppelt so groß neben ihr aus dem Erdboden wuchs. ...
           
    Die Ausmaße der Anlage sind so gewaltig, daß die hohen und steilen Hänge des Gudiberges nicht ausreichten, das Anlaufprofil unmittelbar zu tragen. Es mußte ein 43 m hoher und 5 m breiter Anlaufturm, der zu dem 12 m breiten Schanzen-
tisch führt, errichtet werden. Der Anlaufturm ist eine Holzkonstruktion, auf Beton errichtet. Der kritische Punkt der Schanze liegt bei etwa 80 m. Der Kampfrichterturm (er verfügte bereits über eine Stadionsprechanlage mittels Telefon und einer elektrischen Weitenanzeigetafel) ist ... nicht weniger als 22 m hoch.“ (Amtlicher Bericht der
IV. Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen).
   
   

Das Eröffnungsspringen fand am 05.02.1934 statt. Am 16.02.1936, dem Schlußtag der IV. Olympischen Winterspiele 1936, erlebten über 130.000 begeisterte Zuschauer (ein Rekord, der nicht mehr erreicht wurde) den Sprungwettbewerb von der großen Olympiaschanze und die Siegerehrungen mit.

Die große Olympiaschanze wurde 1950 als erste Schanze der Welt in Stahlkonstruktionsbauweise neu erbaut. Beim lnternationalen Neujahrsskispringen 1951 wurde sie feierlich eröffnet. Der neue stählerne Anlaufturm wurde von Generalkonsul Lerch und seiner Fa. MIAG AG aus Braunschweig zum Selbstkostenpreis von 300.000 DM errichtet. Er sicherte sich vertraglich die Alleinwerbung mit der Aufschrift MlAG am Schanzentisch. Damit zog auch zum ersten Mal Werbung auf einer lnternationalen Anlage ein. Aber schon 1952 wurde auf Druck des NOK die Werbung entfernt und die Olympischen Ringe wieder angebracht.